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Das Schulsystem im Kanton Bern

Das Volksschulwesen ist eine gemeinsame Aufgabe der Gemeinden und des Kantons. Die Gemeinden sorgen dafür, dass jedes Kind den Kindergarten und die Volksschule besuchen kann. Der Kindergarten ist seit 1. August 2013 obligatorisch und formal Teil der Volksschule. Die ersten sechs Jahre der Volksschule bilden die Primarstufe, die folgenden drei Jahre die Sekundarstufe I. Im Auftrag der Erziehungsdirektion des Kantons Bern führen die Schulinspektorate die fachliche Aufsicht über Kindergärten und Schulen. Für den Betrieb der Schule und der Kindergärten sind in unserer Gemeinde die Bildungskommission und die Schulleitung zuständig.


Das bernische Bildungssystem im Überblick

Die Volksschule im Kanton Bern


Eintritt in die Schule, Schulpflicht
Auf das Schuljahr 2016/2017sind alle Kinder schulpflichtig, die zwischen dem 1. August 2011 und dem 31. Juli 2012 geboren wurden. Eine altersgemässe Einschulung wird von Kindergarten und Schule angestrebt.


Fit für die Schule - Was kleine Kinder von ihren Eltern brauchen


Rückstellung, vorzeitiger Schuleintritt oder Zuweisung zu einer EK oder KbF
Der Besuch des Kindergartens dauert in der Regel zwei Jahre. Die Zeit für das Durchlaufen der ganzen Volksschulzeit ist im Einzelfall vom Entwicklungsstand der Kinder abhängig. Ausnahmsweise kann sie ein oder höchstens zwei Jahre länger oder kürzer dauern. Die Kinder können demnach ein Jahr früher oder später in das 1. Schuljahr der Primarstufe übertreten. Der Übertritt vom Kindergarten in das 1. Schuljahr der Primarstufe ist ein Schullaufbahnentscheid und wird von der Schulleitung auf Antrag der Klassenlehrperson des Kindergartens und unter Einbezug der Eltern getroffen. Für einen früheren oder späteren Übertritt ist kein Antrag der kantonalen Erziehungsberatungsstelle nötig. Die Einschulung in eine Einschulungsklasse (EK) oder in eine Klasse für besondere Förderung (KbF) trifft die Schulleitung nach Anhören der Eltern, aufgrund eines Berichtes der Kindergartenlehrperson und auf Antrag einer Fachperson (ErziehungsberaterIn, ambulante Heilpädagogin bzw. ambulanter Heilpädagoge). 


Freiwillige Repetition
Gesuche um eine freiwillige Repetition eines Schuljahres sind der Schulleitung bis spätestens am 30. April des laufenden Schuljahres zur Behandlung einzureichen.


Übertritt von der Primarstufe in die Sekundarstufe I
Die Schülerinnen und Schüler wechseln in der Regel nach sechs Jahren Primarschule in die drei Jahre dauernde Sekundarstufe I. Die Sekundarstufe I besteht in Wangen a/Aare aus Real- und Sekundarklassen. In eine Sekundarklasse werden Schülerinnen und Schüler aufgenommen, welche voraussichtlich den erhöhten Anforderungen genügen werden.


Übertrittsverfahren und Zuweisungsvoraussetzungen
Ziel des Übertrittsverfahrens ist es, die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Fähigkeiten und ihrer mutmasslichen Entwicklung demjenigen Schultyp bzw. denjenigen Nievaufächern der Sekundarstufe I zuzuweisen, in denen sie am besten gefördert werden. Die Einschätzung der mutmasslichen Entwicklung basiert auf:
a) der Beurteilung des Arbeits- und Lernverhaltens in allen Fächern und der Beurteilung
     der Sachkompetenz in den Fächern Deutsch, Französisch und Mathematik;
     massgebend sind insbesondere der Beurteilungsbericht des 5. Schuljahres und der
     Übertrittsbericht;
b) den Beobachtungen der Eltern;
c) der Selbstbeurteilung der Schülerin oder des Schülers.
Wer in mindestens zwei der Fächer Deutsch, Französisch und Mathematik dem Sekundarschulniveau zugewiesen wird, gilt als Sekundarschülerin oder Sekundarschüler. Im Zentrum des Verfahrens steht das Übertrittsgespräch zwischen Lehrerschaft, Eltern und Schülerin oder Schüler. Die Eltern erhalten Ende Januar den Übertrittsbericht ihres Kindes. Im Februar findet das Übertrittsgespräch statt. Bis Ende März fällt der Entscheid.


Das Übertrittsgespräch
Das Übertrittsgespräch findet vor Ende Februar des 6. Schuljahres zwischen Lehrerschaft, Eltern und Schülerin oder Schüler statt. Ziel ist es, aufgrund der Sicht aller Beteiligten zu einem gemeinsamen Zuweisungsentscheid zu gelangen. Als Grundlage dienen die verschiedenen Beurteilungen im 5. und 6. Schuljahr. Kann kein gemeinsamer Zuweisungsantrag gestellt werden, können die Eltern ihr Kind zur kantonalen Kontrollprüfung anmelden (siehe Merkblatt für die Eltern zur Kontrollprüfung bei den Downloads).


Übertrittsentscheid
Die Schulleitung entscheidet über die Zuweisung der Schülerin oder des Schülers zu einem Schultyp bzw. zu den Niveaufächern der Sekundarstufe I aufgrund des Übertrittsprotokolls.


Probesemester
Das erste Semester der 7. Sekundarklasse gilt für die Schülerinnen und Schüler als Probesemester. Die Schulleitung trifft den Schullaufbahnentscheid aufgrund der Beurteilung im Probesemester.


Beobachtungshilfe für die Eltern
Untenstehend sind Fragen aufgelistet, die den Eltern vor dem Übertrittsgespräch helfen können, selber eine Einschätzung ihres Kindes zu gewinnen.
- Lernt Ihr Kind gerne?
- Kann es sich gut konzentrieren?
- Hat es eine gewisse Ausdauer?
- Begreift es bald einmal worum es bei einer Aufgabe geht?
- Überlegt es gut, bevor es an das Lösen einer Aufgabe herangeht?
- Mutet es sich auch schwierigere Aufgaben zu?
- Arbeitet es selbständig?
- Arbeitet es sorgfältig?
- Erledigt es seine Hausaufgaben unaufgefordert?


Schlussbestimmungen
Diese Information basiert auf der Direktionsverordnung über Beurteilung und Schullaufbahnentscheide in der Volksschule (DVBS) vom 7. Mai 2002 inkl. Änderungen per August 2008.


Fragen
Bei auftauchenden Fragen zum Übertrittsverfahren von der Primarstufe in die Sekundarstufe I wenden sich die Eltern an die Klassenlehrperson der 5. bzw. der 6. Klasse oder an die Schulleitung.